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Windows 10 bekommt keine Sicherheitsupdates mehr: Was Sie jetzt mit dem PC tun sollten

Symptom

Dein PC läuft noch mit Windows 10, erhält aber keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Du bist unsicher, ob ein Upgrade, eine Übergangslösung oder ein neuer PC sinnvoll ist.

Windows 10 bekommt keine Sicherheitsupdates mehr: Was Sie jetzt mit dem PC tun sollten KI-generiert
Inhalt dieser Anleitung
  1. Symptom: Windows 10 läuft, aber der Schutz wird schlechter
  2. Ursache 1: Der reguläre Windows-10-Support ist beendet
  3. Ursache 2: Der PC erfüllt möglicherweise die Voraussetzungen für Windows 11 nicht
  4. Lösung 1: Wenn Windows 11 möglich ist, Upgrade sauber vorbereiten
  5. Lösung 2: Wenn Windows 11 nicht möglich ist, Übergangszeit absichern
  6. Lösung 3: Wann ein neuer PC sinnvoller ist als Reparieren
  7. Daten auf den neuen PC umziehen
  8. Kurzentscheidung für deinen PC

Im kleinen Büro läuft oft noch ein Windows-10-PC, weil die Buchhaltungssoftware funktioniert, der Drucker eingerichtet ist und niemand mitten im Arbeitsalltag etwas ändern möchte. Das Problem: Für Windows 10 endete der reguläre Support bereits im Oktober 2025. Erweiterte Sicherheitsupdates laufen für die meisten privaten Geräte spätestens im Oktober 2026 aus. Danach bleiben neu entdeckte Sicherheitslücken offen.

Du musst den PC deshalb nicht sofort ausschalten oder wegwerfen. Aber du solltest jetzt entscheiden, welchen Weg du gehst. Prüfe zuerst, ob Windows 11 auf dem vorhandenen Gerät möglich ist. Wenn nicht, sichere deine Daten und plane eine passende Übergangslösung oder einen PC-Wechsel.

Symptom: Windows 10 läuft, aber der Schutz wird schlechter

Windows 10 startet weiterhin, Programme öffnen sich und Dateien bleiben erhalten. Das kann den Eindruck erwecken, dass kein Handlungsbedarf besteht. Sicherheitsupdates sind aber etwas anderes als normale Funktionsupdates.

Ohne Sicherheitsupdates werden bekannte Schwachstellen im System nicht mehr geschlossen. Das Risiko steigt besonders, wenn der PC regelmäßig im Internet ist, E-Mails empfängt, Dateien herunterlädt oder auf Firmenkonten zugreift. Auch ein gutes Virenschutzprogramm kann fehlende Systemupdates nicht vollständig ersetzen.

Für ein Gerät, das nur ohne Internet eine alte Spezialmaschine steuert, sieht die Lage anders aus als für einen PC mit Onlinebanking, E-Mail und Kundendaten. Die wichtigste Frage lautet daher nicht: „Läuft Windows 10 noch?“ Sondern: „Wofür nutze ich diesen PC und wie lange darf er noch online bleiben?“

Ursache 1: Der reguläre Windows-10-Support ist beendet

Microsoft liefert für Windows 10 keine normalen Sicherheitsupdates mehr. Für bestimmte Geräte und Szenarien gab oder gibt es erweiterte Sicherheitsupdates. Diese verlängern den Schutz nur befristet, sie machen Windows 10 nicht wieder zu einem dauerhaft unterstützten System.

Prüfe zuerst, welche Windows-Version installiert ist:

  1. Drücke die Windows-Taste und R gleichzeitig.
  2. Gib winver ein.
  3. Bestätige mit Enter.
  4. Im kleinen Fenster siehst du Version und Edition von Windows.

Für Windows 10 ist Version 22H2 die letzte große Version. Steht dort eine deutlich ältere Ausgabe, ist der PC schon länger nicht auf dem aktuellen Stand. Dann solltest du nicht erst auf eine Verlängerung setzen, sondern die Ablösung besonders zügig vorbereiten.

Ursache 2: Der PC erfüllt möglicherweise die Voraussetzungen für Windows 11 nicht

Windows 11 stellt höhere Anforderungen als Windows 10. Entscheidend sind vor allem ein unterstützter Prozessor, TPM 2.0 und Secure Boot. TPM ist ein Sicherheitsbaustein im PC. Secure Boot sorgt beim Start dafür, dass nur vertrauenswürdige Systemteile geladen werden.

Einige PCs wirken zunächst ungeeignet, obwohl die Funktionen nur im BIOS oder UEFI ausgeschaltet sind. Andere Geräte sind tatsächlich zu alt. Prüfe das deshalb in dieser Reihenfolge:

  1. Öffne „Einstellungen“.
  2. Gehe zu „Windows Update“.
  3. Suche nach einem Hinweis zu Windows 11 oder zur PC-Integritätsprüfung.
  4. Falls angeboten, starte die Prüfung und lies die genaue Begründung.

Steht dort nur, dass TPM oder Secure Boot fehlen, prüfe nicht sofort den Kauf eines neuen PCs. In vielen Fällen lassen sich diese Funktionen aktivieren. Die Anleitung dazu findest du hier: Windows 11: „Dieser PC erfüllt die Mindestsystemanforderungen nicht“: TPM und Secure Boot richtig prüfen.

Wichtig: Umgehungen der Windows-11-Prüfung sind keine gute Dauerlösung für einen Arbeits-PC. Ein so installiertes Windows 11 kann zwar zunächst laufen, aber die Unterstützung für künftige Updates ist nicht verlässlich zugesagt. Für ein Gerät mit wichtigen Daten solltest du diesen Weg nicht einplanen.

Lösung 1: Wenn Windows 11 möglich ist, Upgrade sauber vorbereiten

Zeigt die Prüfung, dass dein PC geeignet ist, ist das Upgrade auf Windows 11 meist die sinnvollste Lösung. Du erhältst wieder einen unterstützten Systemstand und musst nicht sofort neue Hardware kaufen.

Bevor du das Upgrade startest, erledige diese Punkte:

  • Installiere alle noch verfügbaren Windows-10-Updates.
  • Prüfe, ob mindestens 30 GB freier Speicher auf Laufwerk C vorhanden sind.
  • Sichere wichtige Dateien auf einer externen Festplatte oder in einem geprüften Cloud-Speicher.
  • Notiere Zugangsdaten für wichtige Konten, besonders Microsoft-Konto, E-Mail und Buchhaltungszugänge.
  • Prüfe, ob Drucker, Scanner und spezielle Programme unter Windows 11 unterstützt werden.
  • Stelle sicher, dass du den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel findest, falls die Laufwerksverschlüsselung aktiv ist.

Eine Sicherung ist keine Formalität. Beim Upgrade geht zwar meistens nichts verloren, doch ein Hardwarefehler oder ein abgebrochener Vorgang kann jederzeit auftreten. Eine einfache Anleitung findest du unter Backup unter Windows einrichten: die einfache Anleitung.

Starte das Upgrade anschließend über „Einstellungen“, „Windows Update“. Dort erscheint bei geeigneten Geräten normalerweise das Angebot für Windows 11. Nimm dir dafür Zeit und lasse den PC am Strom. Bei einem Laptop sollte das Netzteil angeschlossen bleiben.

Nach dem Upgrade prüfst du E-Mail, Drucker, Netzlaufwerke, VPN-Zugang und die wichtigsten Programme. Im kleinen Büro empfiehlt es sich, zuerst nur einen weniger kritischen PC umzustellen. So erkennst du Probleme mit Fachsoftware, bevor alle Arbeitsplätze betroffen sind.

Lösung 2: Wenn Windows 11 nicht möglich ist, Übergangszeit absichern

Ist der PC nicht kompatibel, brauchst du eine bewusste Übergangslösung. Das bedeutet nicht, dass du das Gerät sorglos weiter wie bisher nutzen solltest.

Für begrenzte Zeit kannst du das Risiko deutlich senken:

  • Halte Browser, Office-Programme, PDF-Reader und Sicherheitssoftware aktuell.
  • Arbeite im Alltag mit einem normalen Benutzerkonto statt mit einem Administratorkonto.
  • Öffne keine unerwarteten Anhänge und gib Kennwörter nicht über Links in E-Mails ein.
  • Entferne Programme, die du nicht mehr nutzt.
  • Sichere Daten regelmäßig auf ein getrenntes Laufwerk.
  • Nutze den PC möglichst nicht für besonders schützenswerte Vorgänge, wenn kein aktueller Systemschutz mehr besteht.
  • Trenne das Gerät vom Internet, wenn es nur für eine lokale Altanwendung gebraucht wird.

Besonders wichtig ist ein realistischer Umgang mit E-Mails. Viele Angriffe beginnen nicht mit einem technischen Fehler, sondern mit einer glaubwürdig aussehenden Nachricht. Wenn du unsicher bist, hilft diese Prüfliste: Ist diese E-Mail echt? Phishing sicher erkennen.

Erweiterte Sicherheitsupdates können eine befristete Brücke sein, falls sie für deinen PC und deine Nutzung verfügbar sind. Verlass dich aber nicht darauf, dass damit alle Probleme gelöst sind. Alte Treiber, auslaufende Programme und fehlende Hardware-Unterstützung bleiben bestehen. Plane parallel den Wechsel.

Wer das Thema Windows, Sicherheit und Arbeitsplatz-PCs systematisch vertiefen möchte, findet passende Seminare bei cmt.de.

Lösung 3: Wann ein neuer PC sinnvoller ist als Reparieren

Ein PC-Wechsel ist meist sinnvoll, wenn mehrere Punkte zusammenkommen: Windows 11 ist nicht möglich, das Gerät ist langsam, der Speicher knapp, der Akku schwach oder wichtige Anschlüsse fehlen.

Achte beim neuen PC nicht nur auf den Preis. Für einen normalen Büroarbeitsplatz sind diese Punkte wichtiger:

  • Windows 11 ist bereits installiert.
  • Der Hersteller bietet Treiber und Updates für das Gerät an.
  • Genügend Arbeitsspeicher und Speicherplatz sind vorhanden, damit der PC nicht nach kurzer Zeit ausgebremst wird.
  • Die benötigten Anschlüsse für Monitor, Drucker, Netzwerk und Zubehör sind vorhanden.
  • Die vorhandene Fachsoftware unterstützt Windows 11.
  • Für Laptops: Netzteil, Dockingstation und externer Monitor funktionieren zusammen.

Wenn dein bisheriger PC schon heute oft hängt oder kaum noch freien Speicher hat, lohnt es sich selten, viel Zeit in einzelne Reparaturen zu investieren. Lies dann auch PC plötzlich langsam: was tun ohne Tuning-Tool? und Laufwerk C voll: was du gefahrlos löschen kannst. Das hilft dir einzuschätzen, ob ein konkretes Problem lösbar ist oder ob die Hardware insgesamt am Ende ihrer sinnvollen Nutzungszeit angekommen ist.

Daten auf den neuen PC umziehen

Wechsle nicht einfach nur die Hardware, sondern bereite den Umzug vor. Erstelle zuerst eine Liste der Programme, Konten und Datenquellen. Dazu gehören auch Browser-Lesezeichen, E-Mail-Archive, Vorlagen, lokale Dateien und gespeicherte Zugangsdaten.

Gehe dann Schritt für Schritt vor:

  1. Sichere alle wichtigen Dateien vom alten PC.
  2. Installiere auf dem neuen PC alle Windows-Updates.
  3. Richte Benutzerkonto, E-Mail und Sicherheitsfunktionen ein.
  4. Installiere nur die Programme, die du wirklich brauchst.
  5. Übertrage Daten zunächst als Kopie, nicht durch sofortiges Löschen auf dem alten Gerät.
  6. Prüfe Drucker, Scanner, Netzwerkzugriffe und wichtige Anmeldungen.
  7. Lösche oder setze den alten PC erst zurück, wenn alles auf dem neuen Gerät funktioniert.

Falls Dateien über OneDrive synchronisiert werden, prüfe vor dem Umzug, ob wirklich alle Ordner abgeglichen sind. Ein rotes X oder ausstehende Synchronisierungen solltest du vorher lösen. Dabei hilft OneDrive synchronisiert nicht und zeigt ein rotes X: Dateien wieder abgleichen.

Kurzentscheidung für deinen PC

Wenn Windows 11 unterstützt wird, sichere deine Daten und plane das Upgrade zeitnah. Wenn nur TPM oder Secure Boot fehlen, prüfe deren Aktivierung. Wenn die Hardware nicht geeignet ist, nutze den PC nur noch befristet und mit deutlich reduziertem Risiko. Für Internet, E-Mail, Kunden- oder Bankdaten sollte ein nicht mehr unterstütztes Windows 10 keine Dauerlösung sein.

Der beste Zeitpunkt für den Wechsel ist vor dem ersten Sicherheitsvorfall und nicht danach.

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