Ist diese E-Mail echt? Phishing sicher erkennen
Symptom
Eine E-Mail von Bank, Paketdienst oder Bezahldienst warnt vor einer Kontosperrung und fordert auf, über einen Link Daten zu bestätigen.
Symptom
Eine E-Mail von Bank, Paketdienst oder Bezahldienst warnt vor einer Kontosperrung und fordert auf, über einen Link Daten zu bestätigen.
KI-generiert
Freitagnachmittag, das Handy vibriert. „Ihr Konto wurde vorübergehend gesperrt. Bestätigen Sie innerhalb von 24 Stunden Ihre Daten, sonst wird Ihr Zugang dauerhaft deaktiviert.“ Darunter das Logo deiner Bank, ein blauer Button, alles sieht aus wie immer. Der Finger schwebt schon über dem Link. Genau in diesem Moment lohnt es sich, kurz durchzuatmen. Fast alle diese Mails sind Betrug, und du kannst das in einer Minute selbst prüfen, ohne irgendetwas anzuklicken.
Phishing kommt vom englischen „fishing“, also Angeln. Betrüger werfen einen Köder aus, eine täuschend echte E-Mail oder SMS, und hoffen, dass jemand anbeißt und seine Zugangsdaten, Kreditkartennummer oder TAN eingibt. Das Ziel ist immer das Gleiche: an dein Geld oder an deine Konten zu kommen.
Der Grund, warum diese Mails oft so überzeugend wirken, ist einfach. Die Kriminellen kopieren das komplette Erscheinungsbild einer echten Firma, Logo, Farben und Schrift, bis hin zum Kleingedruckten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schreibt, dass durch diese professionelle Nachahmung des Corporate Designs überzeugend Echtheit vorgetäuscht wird. Die alte Faustregel „Phishing erkennt man an schlechtem Deutsch“ stimmt heute nur noch teilweise. Manche Mails sind sprachlich makellos.
Trotzdem gibt es Merkmale, die fast immer durchscheinen. Man muss nur wissen, wo man hinschaut.
Diese Punkte solltest du bei jeder verdächtigen Mail durchgehen. Je mehr davon zutreffen, desto sicherer ist es Betrug.
service@paypa1-sicherheit-de.com sein. Auf den Anzeigenamen ist kein Verlass, nur auf die vollständige Adresse.Die Absender wechseln, das Muster bleibt.
Paketdienst (DHL, DPD, Hermes). „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Zahlen Sie 2,99 Euro Zollgebühr.“ Der kleine Betrag wirkt harmlos, aber auf der gefälschten Seite landen deine Kartendaten. Echte Sendungsverfolgung machst du immer in der App des Anbieters oder über die offizielle Website, nie über einen Link aus der Nachricht.
Bank oder Sparkasse. „Neues Sicherheitsverfahren, bitte jetzt aktivieren.“ Oft mit dem Ziel, dich zu einer TAN-Freigabe in deiner Banking-App zu verleiten. Eine TAN gibst du nur frei, wenn du selbst gerade eine Überweisung ausgelöst hast und die angezeigten Daten exakt stimmen.
Bezahldienst (PayPal, Klarna). „Ungewöhnliche Aktivität festgestellt, Ihr Konto ist eingeschränkt.“ Der Link führt zu einer Login-Seite, die aussieht wie das Original und nur dein Passwort abgreifen will.
Streaming (Netflix, Amazon, Disney). „Ihre Zahlung ist fehlgeschlagen, aktualisieren Sie Ihre Zahlungsdaten.“ Auch hier geht es um Karten- und Kontodaten.
So prüfst du eine Mail, ohne dich in Gefahr zu bringen.
.zip-, .exe- oder Office-Dateien, die du nicht erwartet hast.@ zum angeblichen Absender? paypal.de ist echt, paypal.kundencenter-de.net nicht./ steht. Genau die ist das Ziel.phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Danach in den Papierkorb und dort endgültig löschen.Das BSI fasst es klar zusammen: Klicke im Zweifel nicht auf die Links, und kontaktiere den Dienst, die Behörde oder die Bank auf anderem Weg, zum Beispiel telefonisch. Die gleiche Betrugsidee begegnet dir übrigens auch als angebliche Virenwarnung im Browser. Wie du die entlarvst, steht in unserer Anleitung Fake-Virenwarnung erkennen.
Falls du auf den Link geklickt und tatsächlich Daten eingetippt hast, ist das ärgerlich, aber kein Grund für Panik. Schnelles Handeln macht den Unterschied.
116 116.Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Windows-Sicherheit, unter Windows 10 über Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows-Sicherheit.Wenn ein E-Mail-Konto betroffen war, schauen Angreifer manchmal in den Einstellungen nach und richten heimlich eine Weiterleitung oder eine Filterregel ein, um Kopien deiner Mails zu bekommen. Prüfe deshalb in den Konto-Einstellungen, ob dort fremde Weiterleitungen oder Regeln eingetragen sind, und lösche sie. Falls plötzlich Nachrichten ausbleiben, kann genau so eine Regel dahinterstecken. Unsere Anleitung Outlook empfängt keine Mails hilft bei der Suche.
Nachdem du das Passwort geändert hast, fragt dein Mailprogramm manchmal wiederholt nach der Anmeldung. Das ist normal und in Outlook fragt ständig nach dem Passwort beschrieben.
Zum Schluss gehört Phishing angezeigt. Du kannst kostenlos Strafanzeige bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Onlinewache deines Bundeslandes stellen. Bei echtem finanziellem Schaden ist das wichtig, damit dir deine Bank besser helfen kann.
Zwei Gewohnheiten schützen dich am zuverlässigsten. Erstens: Aktiviere überall, wo es geht, die Zwei-Faktor-Anmeldung. Dann reicht dein gestohlenes Passwort allein nicht mehr aus, weil zusätzlich ein Code von deinem Handy nötig ist. Zweitens: Behandle jede Mail, die Druck aufbaut und nach Daten fragt, grundsätzlich mit Misstrauen. Kein seriöser Anbieter sperrt dein Konto, weil du auf einen Link in einer Mail nicht innerhalb von 24 Stunden reagiert hast.
Wenn du dir diese kurze Prüfung angewöhnst, verlieren die meisten Phishing-Mails ihren Schrecken. Du klickst nicht mehr aus Reflex, sondern schaust zuerst genau hin, und das erledigt fast jeden Betrugsversuch von selbst.
Quellen: BSI: Passwortdiebstahl durch Phishing und Verbraucherzentrale: Phishingmails erkennen.
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